Deine Schokoauszeit

Vergiss die Schoko-Rippe! Hier gönnst du dir gleich 3 Backideen

Vergiss die Schoko-Rippe! Hier gönnst du dir gleich 3 Backideen
Eine junge Frau greift lässig nach einer eleganten Dessertplatte in einer modernen Küche mit viel Tageslicht.
Maximilian BergervonMaximilian Berger

Dein Schoko-Hunger lässt sich heute nicht mit einem winzigen Stück abspeisen? Dann schmeiß den Ofen an: Cookies mit salzigem Twist, eine Torte mit Marshmallow-Vibes und ein Schokokuchen zwischen Brownie und Mousse warten auf dich. Drei Backideen für die Momente, in denen du denkst: Wenn schon Schokolade, dann bitte richtig. Welche davon darf zuerst auf deinen Teller?

Drei Klassiker, die sich etwas mehr trauen

Weiße Schokolade trifft Miso, eine S’mores-Torte bekommt geröstete Buttercreme, und ein mehlfreier Schokokuchen wandert gleich zweimal in den Ofen. Hinter diesen Ideen steckt Edd Kimber, der in seinem Buch Chocolate Baking: The Ultimate Guide To Cakes, Cookies, Desserts & Pastries vertraute Lieblingsrezepte neu kombiniert.

Das Schöne daran: Du musst dich nicht zwischen vertraut und aufregend entscheiden. Die Basis kennst du, der überraschende Dreh macht sie spannend. Allerdings spielen die drei Rezepte in unterschiedlichen Aufwandsklassen. Während die Cookies vor allem Kühlzeit brauchen, verlangen die Torten mehr Geduld und mehrere Arbeitsschritte. Such dir also nicht nur deinen Lieblingsgeschmack aus, sondern auch dein passendes Küchenabenteuer.

1. Miso-Cookies mit weißer Schokolade: süß, salzig, ziemlich unwiderstehlich

Du findest weiße Schokolade manchmal ein bisschen zu süß? Genau hier kommt weiße Miso-Paste ins Spiel. Ihre salzige, herzhafte Umami-Note setzt einen Kontrast zur Schokolade. Das Ergebnis bleibt ein Cookie, kein herzhaftes Experiment – nur eben mit mehr geschmacklicher Tiefe. Für deinen nächsten Nachmittag mit Freundinnen ist das definitiv der spannendere Auftritt als die übliche Keksschale.

Das brauchst du für den Teig

  • 225 g ungesalzene, zimmerwarme Butter
  • 200 g hellbraunen Zucker und 150 g feinen Zucker
  • 2 große Eier und 65 g weiße Miso-Paste
  • Vanilleextrakt
  • 300 g Weizenmehl und 100 g Vollkornmehl
  • ½ TL Salz, ¾ TL Natron und ¾ TL Backpulver
  • 350 g weiße Schokolade, gehackt oder als Schokoplättchen
  • Optional Meersalzflocken zum Bestreuen

So bekommen deine Cookies ihren großen Moment

Schlage Butter und beide Zuckersorten cremig. Rühre die Eier einzeln ein, anschließend Miso und Vanille. Vermische Mehl, Vollkornmehl, Salz, Natron und Backpulver separat und arbeite alles unter die Buttermasse. Zum Schluss kommt die weiße Schokolade dazu. Jetzt braucht der Teig vier Stunden im Kühlschrank. Ja, warten ist hier tatsächlich Teil des Rezepts.

Forme danach etwa 70 g schwere Teigkugeln und setze sie mit Abstand auf ein Blech mit Backpapier. Wenn du magst, streust du Meersalzflocken darüber. Backe sie bei 180 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft für 13 bis 15 Minuten. Die Ränder sollen goldbraun werden, während die Mitte noch hell aussieht.

Zugedeckt halten sich die Cookies drei bis vier Tage. Du kannst die geformten Teigkugeln außerdem einfrieren und später direkt gefroren backen; dann brauchen sie etwas länger. Sehr praktisch, wenn dein zukünftiges Ich spontan Lust auf frische Cookies bekommt.

2. S’mores-Cake: Lagerfeuergefühl mit Torten-Ambitionen

Schokolade, Marshmallow und Keks: Diese Kombination macht S’mores so verführerisch. Als Torte bekommt sie ein kleines Upgrade. Braune Butter bringt eine nussige Note hinein, Vollkornmehl erinnert an den Keksanteil, und geröstete Meringue-Buttercreme liefert das Marshmallow-Aroma. Wenn du beim Backen gern mehrere Schüsseln gleichzeitig im Einsatz hast, ist das dein Projekt.

Diese Zutaten bilden die Basis

  • Für die Böden: 225 g Butter, 265 g feiner Zucker, je 150 g Weizen- und Vollkornmehl
  • Dazu: 2¼ TL Backpulver, ½ TL Natron, ½ TL Salz, 3 Eier, 120 ml Buttermilch und Vanille
  • Für die Ganache: 125 g Butter, 300 g Milchschokolade, 300 ml Schlagsahne und Salzflocken
  • Für die Meringue-Buttercreme: Eiweiß, 150 g feiner Zucker, Salz, 240 g Butter und Vanillepaste

Hier zählt die Technik

Die Torte ergibt zwölf Portionen und besteht aus mehreren Komponenten. Zuerst wird Butter gebräunt; auch die Schokoladenganache braucht Zeit zum Abkühlen. Für die Böden kommen zur vorbereiteten, abgekühlten Butter die trockenen Zutaten sowie Eier, Buttermilch und Vanille. Den Teig verteilst du auf zwei Formen mit jeweils 20 Zentimetern Durchmesser. Zwischen die fertig gebackenen, abgekühlten Böden kommt die Ganache.

Der aufwendigste Part ist die Swiss-Meringue-Buttercreme. Dafür wird die Eiweiß-Zucker-Masse über Wärme zubereitet und aufgeschlagen, bevor du sie mit Butter verbindest. Die Meringue wird während der Zubereitung wiederholt mit einem Küchenbrenner angeröstet. So entsteht die gewünschte geröstete Marshmallow-Note. Das ist deutlich mehr als schnell etwas Frosting aufzutragen – und genau der besondere Dreh dieser Torte.

Plane dafür einen entspannten Backnachmittag statt eines hektischen Zeitfensters vor dem Klingeln deiner Gäste ein. Diese Torte lebt von ihren einzelnen Schichten und den unterschiedlichen Aromen. Du gibst also nicht bloß Schokolade auf Kuchen, sondern baust dir Keks-, Schoko- und Marshmallow-Geschmack Stück für Stück zusammen.

3. Doppelt gebackener Schokokuchen: unten Brownie, oben Mousse

Du möchtest lieber intensive dunkle Schokolade als aufwendige Tortendeko? Dann passt dieser Kuchen zu dir. Er kommt ohne Mehl aus und bekommt durch zwei Backdurchgänge unterschiedliche Texturen: unten eher brownieartig, oben weich und mousseähnlich. Genau dieser Kontrast macht ihn besonders. Ein Kuchen, zwei ziemlich überzeugende Argumente für ein zweites Stück.

Deine Zutaten für etwa acht Portionen

  • 250 g dunkle Schokolade mit 70 bis 80 Prozent Kakao
  • 250 g Butter und 6 große Eier, getrennt
  • 120 g hellbraunen Zucker und 120 g feinen Zucker
  • ¼ TL Weinsteinpulver und Salz
  • Für die optionale Sauce: 300 ml Sahne, 300 ml Vollmilch, Muskatnuss, 6 Eigelb, Vanillepaste und 100 g Zucker

Warum der Teig zweimal in den Ofen kommt

Schmelze Schokolade und Butter über einem Wasserbad. Schlage Eigelb und braunen Zucker ebenfalls über einem Wasserbad hell auf und hebe die Schokoladenmischung unter. Schlage das Eiweiß mit feinem Zucker, Salz und Weinsteinpulver steif und hebe es vorsichtig unter die Masse.

Backe zunächst nur die Hälfte des Teigs in einer Springform für 25 bis 30 Minuten. Nach kurzem Abkühlen darf die Mitte etwas einsinken. Bleibt sie flach, drückst du sie leicht herunter. Verteile den übrigen Teig darauf und backe den Kuchen nochmals etwa 15 Minuten: Oben soll eine Kruste entstehen, innen bleibt er weich.

Lass ihn vollständig abkühlen, idealerweise über Nacht im Kühlschrank. Dazu passt eine Crème anglaise: Erhitze Milch und Sahne mit Muskat, verrühre Eigelb, Zucker und Vanille und gleiche die Temperatur vorsichtig mit der warmen Flüssigkeit an. Erhitze alles unter Rühren sanft, bis die Sauce andickt. Weniger Aufwand gewünscht? Nimm mit Muskat verfeinerte Sahne.

Dein Ofen, deine Schoko-Laune

Salzige Cookies, geröstete Buttercreme oder dunkler Schokoladenkuchen mit zwei Texturen: Du entscheidest, wie groß dein Backprojekt heute wird. Ein besonderer Anlass ist dafür nicht nötig. Dein Schoko-Hunger zählt schließlich auch.

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