Deine Sommertrends

Dein Kleiderschrank gähnt? Diese Sommertrends wecken ihn auf

Dein Kleiderschrank gähnt? Diese Sommertrends wecken ihn auf
Eine junge Frau in einem schicken Kleid steht vor einem modischen Kleiderschrank voller bunter Sommerkleidung.
Sophie KrämervonSophie Krämer

Du hast Festival, Hochzeit und Urlaub im Kalender, aber im Schrank herrscht gepflegte Langeweile? Dann kommt hier frischer Flirtstoff für deine Garderobe: Caroline Maguire, Senior Fashion Director bei Shopbop, setzt auf leuchtendes Blau, auffällige Prints, geflochtene Accessoires und unkomplizierte Sets. Dazu gibt’s Kleider, die ohne großes Styling funktionieren. Klingt nach weniger Outfitgrübeln und mehr Sommerlaune für dich!

Blau macht jetzt die große Ansage

Falls du bei Sommerfarben automatisch an sanfte Pastelltöne denkst: Kobaltblau hätte gern kurz deine Aufmerksamkeit. Für Caroline Maguire gehört der kräftige Ton zu den spannendsten Looks der Saison. Gerade für Hochzeiten unter freiem Himmel sieht sie blaue Entwürfe von Zimmermann oder Veronica Beard ganz vorn. Festlich, aber bitte nicht steif? Genau diese Stimmung trifft die Farbe.

Du musst dafür allerdings nicht gleich ein komplettes Outfit in Blau planen. Maguire sieht auch bei Taschen und Schuhen starke Akzente in Kobalt und Petrol. Das ist die angenehm unkomplizierte Variante, wenn du deinen vertrauten Sommerlook behalten und trotzdem etwas verändern möchtest. Eine auffällige Tasche kann schließlich mehr Gesprächsstoff liefern als die nächste Kombination, die du schon hundertmal getragen hast.

Zu den passenden Stücken gehören die Ollie Shoulder Bag von Staud und der Charli Skirt von Madewell. Auch das Seahorse Embroidery One Shoulder Maxi Dress von Farm Rio greift die sommerliche Richtung auf. Ob du dich für einen einzelnen Farbakzent oder einen größeren Auftritt entscheidest: Blau darf sichtbar sein, statt nur höflich mitzulaufen.

Geflochtene Accessoires bringen sofort Urlaubsgefühl

Du möchtest aussehen, als wäre dein nächster Termin ein langes Mittagessen nach dem Strand? Dann sind geflochtene Accessoires ziemlich gute Verbündete. Maguire setzt auf offene Flechtstrukturen und handwerklich wirkende Oberflächen. Die Stimmung dahinter: sonnenverwöhnt, ein bisschen nostalgisch und trotzdem aktuell. Nicht überstylt, sondern entspannt mit einem klaren Gespür fürs Detail.

Für Festivals empfiehlt sie strukturierte Taschen und Sandalen, die den Look zusammenbringen. Für Strandtage nennt sie geflochtene Taschen von Tory Burch oder Frame. Praktisch an dieser Idee ist vor allem der Übergang: Du brauchst für den Weg vom Strand zum Lunch nicht automatisch eine komplett neue Outfit-Persönlichkeit. Das Accessoire hält die sommerliche Linie zusammen.

Weitere Beispiele sind die Shelly Bag von Simon Miller, die Sid Bag von A.L.C., die Kaylyn Woven Flats von Dolce Vita und die Cordelia Flat Sandals von Schutz. Du musst daraus keinen Flecht-Komplettlook bauen. Schon ein solches Detail setzt einen spannenden Gegenpunkt zu schlichten Kleidern oder einem abgestimmten Set. Der Reiz liegt in der Oberfläche, nicht in möglichst viel Deko.

Matching Sets nehmen dir das Outfit-Drama ab

Es gibt Sommertage, da möchtest du gut angezogen sein, aber bitte keine zwanzig Minuten vor dem Spiegel verhandeln. Genau dafür sind Matching Sets gemacht. Maguire hebt aufeinander abgestimmte Ober- und Unterteile aus leichten Stoffen hervor: Die Kombination steht schon, du musst sie nur noch anziehen. Weniger Grübeln, mehr Zeit für alles, was draußen wartet.

Wie unterschiedlich das aussehen kann, zeigen die Lace Blouse und die Lace Mini Shorts von Bailey Rose. Daneben stehen das Greer Satin Top und die Hunter Satin Balloon Pants von Le Bop. Spitze oder Satin geben dem Prinzip jeweils einen anderen Ausdruck. Gemeinsam bleibt die Idee eines Looks, der zusammengehört, ohne dass du jedes Teil mühsam auf das andere abstimmen musst.

Auch das Playa Linen Boyfriend Shirt von Le Bop und die The Getaway Shorts von Vitamin A gehören zu den luftigen Sommerteilen dieser Auswahl. Für dich zählt dabei weniger ein kompliziertes Styling-Rezept als die Frage: Fühlt sich die Kombination nach deinem Tag an? Ein Set darf angezogen wirken, ohne dir das Gefühl zu geben, du müsstest dich darin besonders förmlich benehmen.

Große Prints haben keine Lust auf Zurückhaltung

Dein Outfit darf diesen Sommer ruhig zuerst Hallo sagen. Maguire begeistert sich besonders für übergroße Blumenmuster und malerische Tropenmotive, etwa von Farm Rio und Agua Bendita. Diese Prints wollen nicht unbemerkt bleiben. Sie bringen Farbe und Bewegung in einen Look, selbst wenn du beim Rest ganz entspannt bleibst. Für Tage mit Lust auf Sichtbarkeit: ziemlich passend.

Für den Urlaub empfiehlt Maguire, ein auffälliges Musterteil mit luftigen Einzelteilen zu kombinieren. Dahinter steckt eine erfreulich alltagstaugliche Idee: Du kannst einen Look schicker oder lockerer tragen, ohne für jede Gelegenheit etwas völlig anderes einzupacken. Der Print übernimmt den großen Auftritt, die übrigen Teile lassen dir Spielraum. Dein Koffer muss dafür nicht zur mobilen Garderobe werden.

Für Festival-Outfits nennt sie Cara Cara, deren ausdrucksstarke Stücke auf Fotos besonders gut wirken. Weitere Beispiele für die Musterlaune sind der Solar Groove Scarf von lack of color, der Splice Midi Skirt von Alemais und das Sonido Bestial Button Down Shirt von Donde Esteban. Wenn du dich langsam herantasten möchtest, ist ein gemustertes Accessoire eine charmante Möglichkeit. Du darfst aber genauso direkt beim großen Print landen.

Sommerkleider dürfen endlich unkompliziert sein

Ein Kleid anziehen und nicht weiter darüber nachdenken müssen: Diese Vorstellung hat im Sommer ihren ganz eigenen Luxus. Maguire erwartet eine starke Saison für unkomplizierte Kleider, die bewusst gewählt aussehen, ohne angestrengt zu wirken. Klare Linien und vielseitige Längen machen sie zu Teilen, die allein funktionieren und sich ebenso mit weiteren Lagen kombinieren lassen.

Das Pomona Linen Dress von Reformation, das Niyah Maxi Dress von Runaway The Label, das Alysha Dress von PAIGE und das Yelena Dress von LoveShackFancy stehen für diese sommerliche Kleiderauswahl. Du brauchst dazu keine Styling-Choreografie. Die Idee lebt gerade davon, dass das Kleid bereits einen vollständigen Look mitbringt und du nur noch entscheiden musst, welche Stimmung deine Accessoires setzen sollen.

Dein Sommer braucht keine neue Persönlichkeit

Leuchtendes Blau, Flechtstrukturen, abgestimmte Sets, große Muster und unkomplizierte Kleider: Diese fünf Richtungen lassen dir ziemlich viel Freiheit. Du kannst laut werden, bei einem einzigen Detail bleiben oder deinen Lieblingslook einfach luftiger denken. Nimm dir die Idee, bei der du sofort Lust aufs Anziehen bekommst. Dein Sommer ist schließlich kein Casting für den perfekt erfüllten Trendkatalog.

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